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„Klima-Bäume“ ist ein konkretes, bewusstseinsbildendes Klimawandelanpassungsprojekt der KLAR! Region, das gemeinsam mit der Baumschule Loidl und den Schulen der Ökoregion Kaindorf durchgeführt wird.

Die Ausgangslage ist, dass durch den Klimawandel Baumschädlinge, wie Insekten, Käfer und Pilze, besser überleben können. Diese tragen massiv zum Sterben bekannter, einheimischer Baumarten, wie z. B. der Rosskastanie und Esche bei. Anhand einer Studie aus Bayern würde es rund 20 mögliche Alternativbäume geben. Diese hauptsächlich in Canada, China, Australien und Südamerika beheimatet, und müssen erst vor Ort auf das Klima in der Region getestet werden. In jeder Schule wird nun ein anderer, von der Schule ausgesuchter, Alternativ Baum gepflanzt und über das gesamte Schuljahr im Unterricht auf Blätterwuchs, Frost- und Trockenschäden, Kronenvitalität, Gesundheit und Zuwachsleistung bonitiert, d.h.  fachgerecht qualitativ beurteilt.

Der erste Baum, ein Feldahorn, wurde Anfang November von Peter Loidl an die Volksschule Auffen übergeben. Der Feldahorn ist ein wärmeliebender Baum, den man ursprünglich in der gemäßigten Zone Europas sowie in Westasien und Nordwest Afrika antrifft. Wegen seiner geringen Wuchshöhe und unkomplizierten Bodenansprüche sollte er gut als Stadt- und Alleebaum geeignet sein.

Gemeinsam mit Peter Loidl, Bürgermeister Hermann Grassl, Vizebürgermeister Josef Radl, den SchülerInnen, Schulleiterin Josefine Tramper sowie Pädagoginnen der Volksschule Auffen wurde der Baum fachgerecht gepflanzt und vermessen. Die Schüler wurden vor Ort von der Modellregionen Managerin Margit Krobath über die untrüglichen Anzeichen und zum Teil zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels aufgeklärt. Von den Kindern kamen ad hoc viele Beispiele von sich zu Hause - von Hagel zerstörte Dächer und Gärten, überflutete Keller,…. Danach wurde den wissbegierigen SchülerInnen praxisnah erklärt, wie tief ein Baum gepflanzt werden muss.
Sie erfuhren, dass er in den ersten Tagen intensiv mit Wasser versorgt werden muss und wie bzw. mit welchen ökologischen Materialien er vor Sturm geschützt werden kann. Schließlich wurde den Kindern vom Fachmann gezeigt, wie man das Wachstum eines Baumes richtig bemisst. Die SchülerInnen bekamen den Auftrag den Baum sorgfältig zu pflegen und vor allem zu beobachten. Mit dem Projekt werden die SchülerInnen für die Thematik „Klimawandel“ bzw. für aktuelle Anpassungsnotwendigkeiten sensibilisiert. Bäume tragen mit ihrer Speicherung von CO2 zur Reduzierung von Treibhausemissionen bei. Es ist wichtig, dass der sie gesund wachsen und gegen klimabedingte Schädlinge resistent sind.
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Ein Baum braucht beim Pflanzen viel Wasser 
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Peter Loidl zeigte den Kindern das richtige Vermessen des Baumes.
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Bürgermeister Hermann Grassl legte beim Pflanzen des Klima-Baumes selbst Hand an
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Die Freude über den Baum ist riesig