Im Zuge der Initiative "NATUR im GARTEN" wird Konsumenten wertvolles Wissen über die ökologischen Zusammenhänge in ihrem unmittelbaren Lebensraum wiedergegeben und praktische Tipps über vitale Lebensmittel und Kräuter aus dem eigenen Garten vermittelt. Gemeindeverantwortliche erhalten Know-how, wie sie den öffentlichen Grünraum auch ohne Einsatz von Pestiziden, chemischen Düngemitteln und Torf pflegen können. Im Sinne einer lebenswerten und enkeltauglichen Umwelt fördert die Ökoregion Kaindorf das Bewusstsein gemeinsam mit „NATUR im GARTEN Österreich“, dem Lebensressort des Landes Steiermark und ORF-Biogartenexpertin Angelika-Ertl Marko in der Steiermark.
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Ökoregion Kaindorf

Christa Lackner

Natur im Garten Österreich

„Natur im Garten“ ist 1999 mit der Grundidee eine Ökologisierung der Gärten und Grünräume zu forcieren, gegründet worden. Seit dem gelten unsere drei Kernkriterien: kein Torf, keine Pestizide, kein chemisch-synthetischer Dünger. Und wir legen einen großen Wert auf die Vielfalt in den Gärten, um eine ökologische Pflege gewährleisten zu können.

Basis der Grundidee war eine Schweizer Studie, die belegte, dass der Boden in Privatgärten stark mit Pestiziden und anderen Schadstoffen belastet ist. Darauf aufbauend wurde überlegt, wie den Menschen vermittelt werden kann, das alte Gartenwissen unserer Großmütter wieder anzuwenden.  Die Gärten unserer Großeltern waren ja naturnahe, ökologisch gepflegte Gärten. Es gab kaum chemisch-synthetischen Dünger und kaum Pestizide – sie haben die Geheimnisse des Kreislaufes der Natur noch gekannt und haben das Gleichgewicht zwischen Nützlingen und Schädlingen im Garten zu unterstützen gewusst.
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Bernhard Bergmann

Thomas Karner

Ökoregion Kaindorf

„Natur im Garten" ist eine vom Land Niederösterreich im Jahr 1999 ins Leben gerufene Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen dazu zu ermutigen und zu unterstützen, Gärten naturnäher zu gestalten. In bald zwei Jahrzehnten ist unter anderem mit den Schaugärten in Tulln, der Tullner Messe, dem Garten-Telefon, den ökologischen Gemeinden sowie unzähligen Veranstaltungen eine beachtliche Initiative mit nationaler und europäischer Vernetzung gewachsen.

Die Ökoregion Kaindorf ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 2007 mehr als 250 Projekte umgesetzt hat. Besondere Bekanntheit erlangte man als erste Plastiksackerl-freie Region Österreichs und durch das europaweit einzigartige Humus-Aufbauprogramm, durch das Ackerböden in ganz Österreich fruchtbarer werden und CO2 in großen Mengen im Boden gebunden wird. Mit der Initiative NATUR im GARTEN Steiermark bringt die Ökoregion Kaindorf ihre Kompetenz im Bereich Bodenfruchtbarkeit und Humus-Aufbau in die naturnahe Gestaltung steirischer Gärten ein.
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Angelika Ertl-Marko

Angelika Ertl-Marko

ORF-Biogartenexpertin

Der Garten ist Lebensraum - unser erweitertes Wohnzimmer. Im Garten können wir die Schönheit und Vielfalt der Natur genießen und Erholung finden. Er ist Nährboden für Kräuter, gesundes und schmackhaftes Gemüse und Obst, das wir frisch in der Küche zubereiten können. Das setzt voraus, dass wir die Zusammenhänge natürlicher Kreisläufe kennen und im Einklang mit der Natur leben. Es geht um fruchtbare Böden, Mulchen, biologische Vielfalt und natürliche Schädlings-Regulierungs- maßnahmen.

Mit der Initiative NATUR im GARTEN wollen wir die Steirerinnen und Steirer dazu ermutigen, ihre Gärten naturnäher zu gestalten. Gemeinden wollen wir darin unterstützen, öffentliche Grünräume ökologisch zu pflegen. Das bedeutet vor allem den Verzicht auf Pestizide, chemisch-synthetische Dünger und Torf. Denn nur ein gesunder Boden und ein gesunder Lebensraum tun dem Menschen auf Dauer gut.
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Land Steiermark, Lebensresort

Johann Seitinger

Land Steiermark, Lebensressort

Das initiierte Projekt soll es Gartenliebhabern künftig in der Steiermark ermöglichen, Wissen und Kompetenz rund um die Themen ökologisches und „gesundes Gartln“ sowie natürliche Kreisläufe zu erlangen.

Es ist erschreckend, wie wenig Kinder über die Natur wissen. Daher soll mit der Initiative NATUR im GARTEN das Bewusstsein der Bevölkerung für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur geschärft werden, so Schirmherr Landesrat Ök.Rat Johann Seitinger, der weiters die Ziele der Initiative nennt: “Das Projekt zielt darauf ab, ein Topservice für 270.000 Gartenfreunde zu einzurichten, das Wissen rund um den unaufhaltsamen Trend gesunde Lebensmittel und eine gesunde Ernährung massiv zu verbessern, Begeisterung für das Gartln‘ zu schaffen, unsere Gärten von chemischen Mitteln zu befreien und schließlich Omas alte Wissen über das naturnahe Gartln‘ zu retten.
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